Halbzellenmodule

19.06.2018
Sind effizienter und liefern mehr Strom

Auf diesen simplen und effektiven Trick kamen im Jahr 2014 Fraunhofer-Forscher aus Halle. Ein Modul mit 144 Halbzellen lieferte bei den damals durchgeführten Tests fünf Prozent mehr Strom als eines mit 72 Vollzellen. 

 

Die Entwicklung von Solarzellen und Modulen schreitet immer weiter voran und führt zu immer höheren Wirkungsgraden. Nicht immer schafft es eine solche Entwicklung in die Großserie, häufig sorgen Kostengründe für das Aus. Doch Halbzellen haben nun den Sprung geschafft und werden mittlerweile von mehreren Herstellern angeboten.

 

Bei der Verarbeitung zu Modulen werden Solarzellen verdrahtet, mit einer Glasscheibe abgedeckt und die Ränder schließlich abgedichtet. Durch optische und elektrische Verluste geht dabei viel Leistung verloren. Wegen der Kontaktierung werden kleine Flächen von der Sonne nicht mehr erreicht, und im Inneren der relativ großen Zellen gibt es relativ große elektrische Widerstände. Außerdem wird ein Teil der elektrischen Energie bei Stromfluss durch einen Leiter in thermische Energie (Wärme) umgesetzt (= ohmscher Verlust).

 

Die Idee der Halbzellen: Wenn die Zellen halbiert werden, reduziert sich in gleichem Maß die Stromstärke in den Zellen und in den Drähten, die sie miteinander verbinden, denn die Verbinder für Halbzellen haben einen kleineren Querschnitt. Bei gleichbleibendem elektrischen Widerstand sinken parallel dazu die Verluste.

 

Durch die Zellverstringung wird im Halbzellenmodul der Strom erhöht, um ähnliche Parameter wie bei einem gängigen 72-zelligen Modul zu erreichen. Damit bleibt man auch bei Halbzellenmodulen in der Wahl des Wechselrichters flexibel.

 

Entdecke unsere Auswahl: mit dem poly Halbzellen Solarmodul von Suntech haben wir einen Topanbieter in unserem Portfolio.