Stolperfallen bei PV-Anlagen über kVa 30

22.11.2017
Kurz und kompakt für Sie zusammengefasst

Da in den letzten Jahren viele Photovoltaikanlagen aufgrund der Einmalvergütungsbegrenzung unter 30 kVA installiert wurden und diese Begrenzung nun fällt, möchten wir an dieser Stelle auf ein paar Stolperfallen beim Bau von Photovoltaikanlagen über 30 kVA hinweisen damit Sie keine bösen Überraschungen erleben.

 

ESTI Plangenehmigung

Energieerzeugungsanlagen mit einer Wechselrichterleistung von über 30 kVA, die mit einem Verteilnetz verbunden sind benötigen eine Plangenehmigung des Eidgenössischen Starkstrominspektorates. Diese muss vor dem Bau eingeholt werden und es werden Gebühren für die Plangenehmigung erhoben.

 

NA Schutz

Bei sehr vielen Energieversorgern ist man dazu übergegangen bei Photovoltaikanlagen über 30 kVA auf der AC-Seite einen NA-Schutz vorzuschreiben. Die in einigen Wechselrichtern eingebauten Koppelschalter werden dabei von vielen Energieversorgen nicht als NA Schutz akzeptiert. Der externe NA-Schutz kostet schnell mehrere 1‘000 CHF und sollte daher bei der Planung nicht vergessen gehen. 

 

Messkosten für Lastgangmessungen

Gemäss den neuen Ausführungsbestimmungen wird die ab 30 kVA notwendige Lastgangmessung künftig durch Smart Meter ersetzt. Ob dies bereits überall ab dem 01.01.2018 von allen Energieversorgern umgesetzt wird ist nicht klar. Aktuell gilt, dass bei Lastgangmessungen jährliche Kosten von mehreren Hundert bis Tausend CHF anfallen. Zusätzlich kostet bei einzelnen Energieversorgern die Installation und Konfiguration der Zähler bis zu 3‘300 CHF. Wir empfehlen Ihnen die gültigen Kosten bei den jeweiligenEnergieversorgern abzuklären. 

 

Anlagenbeglaubigung

Bei Anlagen über 30kVa muss die Anlagenbeglaubigung für Swissgrid von einem Zertifizierten Auditor ausgefüllt werden (www.swissgrid.ch) und ist ebenfalls kostenpflichtig. Dies kann nicht durch den Energieversorger gemacht werden.